Psychologie

Erforsche deine Gefühle

Amazing LifeBildquelle

Ich bin eine Denkerin. Damit will ich sagen, ich denke vor allem über mich selbst nach. Meine Gedanken kreisen,. Ich tue das nicht absichtlich. Ich setze mich nicht hin, um mich mal schön mit mir selbst zu beschäftigen. Mein Kopf versucht einfach zu analysieren. Ich sehe Probleme, statt Möglichkeiten. Ich befürchte, statt optimistisch zu sein. Ich überlege auch, wie ich zum Beispiel auf andere Leute wirke, wie sie das aufnehmen, was ich sage oder was sie in meine Körperhaltung hinein interpretieren. Fakt ist jedoch, dass andere Leute sich meistens überhaupt nicht auf diese Weise mit ihrem Gegenüber beschäftigen. Sie sehen, hören, nehmen wahr. Sie interpretieren vielleicht auch, ob absichtlich oder nicht. Aber es ist nicht wichtig für sie und somit ist es auch für mich müßig, mir derlei Fragen zu stellen.

Was ich nun gelernt habe ist, dass das Denken nur ein Ablenkungsmanöver ist. Eine Verschleierungstaktik, die das verbirgt, was wahr ist. Wahr ist das Gefühl. Ich habe das bei einigen Entscheidungen in den letzten Wochen geübt und festgestellt, dass mein Gefühl tatsächlich die richtige Antwort hat. Ich kann denken und analysieren, doch ich finde keine Lösung. Ich komme zu keiner Entscheidung, sondern drehe mich im Kreis, wäge pro und kontra ab und bin doch unschlüssig. Wenn ich jedoch mein Gefühl überprüfe, kann ich mir sicher sein, die Entscheidung sowohl treffen zu können, als auch sie nicht im Nachhinein zu bereuen. Denn was sich in diesem Moment richtig und gut anfühlte, ist in dann genau die richtige Entscheidung. Oder die richtige Situation. Der richtige Partner. Die Liste ist endlos.

Es ist eine beinahe schockierende Erkenntnis, dass man dem Denken nicht vertrauen kann, dass es eben nur ausgedacht ist. Ich habe mich in den letzten Jahren überwiegend darauf verlassen, was mir mein Kopf sagte. Mein Gefühl habe ich zu beachten verlernt. Bis vor einigen Jahren habe ich mich auf mein Gefühl verlassen. Ich weiß nicht, wie und warum, aber mit der Zeit habe ich das Gefühl verlassen. Ich habe es sozusagen mit dem Denken betrogen. Nun versuche ich wieder, meinem Gefühl treu zu bleiben und mich darauf zu verlassen. Und Treue setzt Vertrauen voraus.

Dazu gehört auch positives Denken. Diese Übung ist unglaublich schwierig für mich. Ich male mir die größten Katastrophen aus, gehe vom Schlimmsten aus und habe wenig Vertrauen, dass es gut wird. Dabei besteht dazu kein Anlass. Ich habe in meinem Leben noch keine großen Katastrophen verarbeiten müssen. Und ich glaube, selbst die negativen Erfahrungen sind wichtig und haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin. Ich bereue nichts und würde nichts anders gemacht haben wollen.

Everything will be ok in the end. If it’s not okay, it’s not the end.

Dieses Zitat von John Lennon bringt das positive Denken perfekt zum Ausdruck, wie ich finde. Jede Episode des Lebens wird ein positives Ende haben. Das bedeutet nicht notwendigerweise, dass das gewünschte oder erhoffte Ergebnis am Ende steht, oder dass man es sofort als positiv wahrnehmen konnte. Aber letztlich wird es zu etwas gut sein. Und dieser Gedanke ist doch sehr tröstlich.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s