Leben · Lebensfreude

Alles auf Anfang

Hallo und willkommen zurück zum ersten März Post. Wie hat der Monat für dich begonnen? Wie ist das Wetter dort, wo du lebst? Ich freue mich schon tierisch auf den Frühling, man spürt schon, wie er immer näher rückt!

Vor Kurzem habe ich ein Gespräch zwischen zwei Frauen mit angehört. Es ging kurz gesagt darum, dass die eine Dame gerne Klavier spielen lernen wollte (die andere konnte es schon), es sich aber nicht zutraute und glaubte, sie sei dazu nicht in der Lage. Diese Unterhaltung hat mich zum Nachdenken gebracht und zwar darüber, wie leicht es uns häufig fällt einen „Grund“ zu finden, warum wir etwas nicht tun können. Da wäre zum Einen, dass wir keine Zeit haben, dann, dass wir ja gerne würden, aber niemand macht ja mit, der Weg ist weit, die Uhrzeit ungünstig und das Fernsehprogramm letztlich doch irgendwie spannender (echt??). Ein Anflug von Interesse schwirrt heran, umkreist uns kurz, aber wenn wir dann an die tatsächlichen Schritte denken, die notwendig wären, ein Vorhaben in die Tat umzusetzen, dann verlässt uns die Motivation wie die Ratten das sinkende Schiff.

never too late

Bildquelle

Ich habe also mal ein bisschen über das Thema Motivation nachgedacht und bin zu folgenden Schlüssen gekommen:

1. Das Pferd von hinten aufzäumen

Das abschreckendste an jeder Art von Neuerung, egal ob Situation, Menschen oder Aktivität ist doch eigentlich der Anfang. Wenn du also mit dem Gedanken spielst, etwas auszuprobieren oder zu lernen, dann denk nicht an den ersten Schritt, sondern an das Ziel, das du dir ausgemalt hast. Denk zum Beispiel nicht an den langen Weg bis ans andere Ende der Stadt, nur um zu dem süßen kleinen Cupcake Laden zu kommen, den du so gerne ausprobieren möchtest, sondern stell dir vor wie es sein wird, wenn du endlich reinbeißen kannst in diese Leckerei. Denk nicht an die Anmeldefrist für den Töpferkurs, auch nicht an die Gebühr oder die ganzen Donnerstag Abende, die du verplant haben wirst, sondern überleg dir, was du gerne herstellen würdest, ob es ein Geschenk sein soll oder nur für dich, überleg dir, welche Leute du treffen könntest oder wie gut sich der Ton in den Händen anfühlt.

2. Seize the Eingebung

Wenn du genau gerade jetzt Lust hast, raus an die frische Luft zu gehen, eine Radtour zu machen, dir einen Film anzuschauen oder ein Museum zu besuchen, dann folge deiner Eingebung. Vielleicht ist der Weg weit, vielleicht regnet es, vielleicht findest du auf die Schnelle keine Begleitung, oder es gibt ein anderes „Hindernis“. Sei einfach schneller als dein Schweinehund. Geh einfach los, nimm einen Schirm mit, und sei am Besten schon halb aus der Tür, bevor du überhaupt nachschaust, um welche Uhrzeit der Film im Kino kommt oder welche Route du nehmen musst. Weniger denken und grübeln und schneller aktiv werden. Kann sein, dass du dich später wunderst, wie genau du jetzt an die Radwanderfreunde Hintertupfingen geraten bist. Aber dann gilt entweder: mitgefangen, mitgehangen oder: umkehren kann man immer noch.

3. Alleine ist man weniger zusammen

Eins der größten Hindernisse ist ja oft, dass man davor zurückschreckt, etwas alleine zu machen. Vor allem, etwas Neues zu probieren. Ungewohnte Situation und dann auch noch alleine sein? Klingt fies, das kann ja gar nicht gut werden. Aber was, wenn deine Freunde deine Begeisterung für Brettspiele einfach nicht teilen oder dein Partner partout kein Interesse am Kleintierzuchtverein aufbringen kann? Nicht umsonst gibt es für alles und jeden einen Verein (oder wenigstens eine Facebook Gruppe). Alleine etwas zu unternehmen hat einen schlechten Ruf. Nicht nur, dass es eine gewisse Verunsicherung mit sich bringt, wenn man irgendwo neu ist. Man kennt sich nicht aus, ist nicht vertraut mit den Spielregeln, und da tut es natürlich gut, wenn man wenigstens etwas – oder besser gesagt jemand – Bekanntes bei sich hat. Andererseits möchte man nicht den Eindruck erwecken, man sei eine arme Seele die niemanden hat, mit dem sie ins Kino oder Eis essen gehen kann. Vielleicht ist es aber auch schön, etwas alleine zu unernehmen, nur für sich selbst und mit sich selbst. Ohne Partner, der nach einer halben Stunde Shopping endlich mal was essen will, ohne Freundin, die sich nach zehn Minuten südamerikanischem Independet Film in den Hauptdarsteller verliebt hat und das wortreich besprechen möchte. Nur wir selbst, mit uns allein. Könnte doch auch toll sein, oder?

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