Alltag · Leben

Der Erfolg und das Ego

Hallo und willkommen zurück!

Zuerst möchte ich mich bedanken für die tollen Erfolgsgeschichten, die Caroline und Lilia mit uns geteilt haben! Ich hab mich total darüber gefreut 🙂 War bei euch gestern auch so ein toller Frühlingstag? Ich liebe den Frühling, er macht mich glücklich 🙂

So, nun zurück zum Erfolg, man kommt sonst ja zu nichts! Also, ich habe alle paar Tage/Wochen/Monate eine neue grandiose Idee, was ich lernen könnte oder in welche Richtung meine sogenannte Karriere sich entwickeln könnte. Aktuell träume ich von einer Ausbildung zur Sprecherin, am Liebsten würde ich dann Hörbücher lesen. Ich denke sogar, dass ich das ganz gut könnte. Ich würde auch gerne Russisch lernen. Keine Ahnung, wozu das gut sein könnte, aber ich habe einfach Lust dazu. Natürlich schreibe ich auch unheimlich gerne und der Traum, einen Roman zu schreiben, spukt auch immer wieder in meinem Hinterkopf. Dann möchte ich auch wieder Klavierstunden nehmen und sehen, ob ich daran noch Spaß habe. Oder doch irgendwas im Ausland?

Angst ist nicht AntriebDu verstehst, worauf ich hinauswill. Ich habe viele Interessen (wenn sie auch häufig Eintagsfliegen sind) und ich kann mir alles Mögliche vorstellen, nur nicht, mein ganzes Leben lang das selbe zu tun. Meistens scheitern meine schönen Pläne aber an einem von drei Faktoren: Geld, Zeit oder Antrieb. Logisch, Klavierstunden kosten Geld und ein Klavier habe ich auch nicht. Das ist schon eine Investition. Auch so eine Sprecher Ausbildung kostet Geld und der Russischkurs an der VHS ist auch nicht gratis. Da muss man natürlich abwägen, denn meine finanziellen Mittel steigen nicht direkt ins Unermessliche. Und wenn ich mir dann die Frage stelle „Will ich WIRKLICH so gern wieder Klavier spielen, dass sich die Ausgaben lohnen“, dann bin ich häufig zu unsicher und fange gar nicht erst an.

Zeit hat ja niemand jemals genug. Das ist allerdings meistens wenig mehr als eine Ausrede, denn wofür ich unbedingt Zeit haben will, dafür finde ich auch irgendwo Zeit.

Dann ist da noch die Sache mit dem Antrieb. Ich bin kein Autodidakt, ich brauche also jemanden, der mich anleitet. Der mir sagt, was ich wann und wie zu tun habe. Lernen ist etwas, das mir meist leicht gefallen ist. Ich habe kein großes Durchhaltevermögen. Was mir nicht leicht fällt, darum mache ich einen Bogen. Wenn es mir nicht in den Schoß fällt, dann lasse ich schnell wieder die Finger davon. Hart arbeiten zu müssen für den Erfolg, das kenne ich nicht. Ich habe meistens mit einem für mich annehmbaren Arbeitsaufwand recht gute Ergebnisse erzielt. Aber ich gehe nicht darüber hinaus, ich teste keine Grenzen, ich strebe nicht nach Exzellenz. Und auch, wenn ich immer mit mäßigem Aufwand gut voran gekommen bin, stehe ich im Moment an einem Punkt in meinem Leben, an dem es so irgendwie nicht weiter geht. Der leichte Weg hat mich zu einer Etappe geführt, die ich gerne schnell wieder hinter mir lassen möchte. Also ist es wohl Zeit, die Zähne zusammen zu beißen.

Erlaubnis

Hinzu kommt, dass ich häufig das Gefühl habe, eine Erlaubnis zu brauchen. Sozusagen einen Passierschein A38. Ich bilde mir ein, dass irgendeine außenstehende Person, die Gesellschaft, eine höhere Macht oder gleich alle zusammen ein Mitspracherecht hätten. Auf rationaler Ebene weiß ich, dass es völliger Qautsch ist. Ich selbst muss hinter mir stehen, ich muss mir Ziele setzen und diese dann verfolgen. Aber trotzdem ist da immer dieser Gedanke im Hinterstübchen – „Darf ich das?“. Ist diese Entscheidung ok? Macht man das so? Wenn ich das durchziehe, bin ich Held oder Versager?

Der Weg zum Erfolg ist gepflastert mit verwundeten Egos. Es gibt große und kleine Träume, schwere und leichtere Rückschläge. Und es gibt Unsicherheiten. Jeder noch so erfolgreiche Mensch hat sie erlebt, da bin ich mir vollkommen sicher. Das ist Leben. Und ich glaube, die Unsicherheit hört erst auf, wenn man eines Morgens aufwacht und feststellt, dass man am Ziel ist. Dass man das geschafft hat, was man sich erträumte. Dann kommt vielleicht ein unglaubliches Hochgefühl.

Was dann folgt? Der nächste Traum, ein neues Gefühl der Unzulänglichkeit, des es-nicht-schaffen-Könnens und der Unsicherheit wahrscheinlich. Und immer so weiter. Es bleibt also spannend.

Dieser Beitrag war jetzt vielleicht ein bisschen diffus, aber das kam gerade einfach alles so raus und ich nehm das mal so hin 🙂 Ich freue mich über deine Gedanken dazu!

Advertisements

5 Kommentare zu „Der Erfolg und das Ego

  1. Danke für die Verlinkung. Irgendwas stimmt da nicht ganz an diesem Link. Bitte überprüfen. 🙂 Lese den Rest später. Muss jetzt leider weg… Freue mich immer sehr über deine Beiträge. 🙂

    Herzliche Grüße,

    Caroline

    Gefällt mir

      1. Liebe Anna, der richtige Link lautet: http://www.lebensspurfragmente.wordpress.com. Bei dir hat sich am Ende noch ein zusätzliches http:// eingeschlichen. Deswegen funktioniert der Link nicht richtig.

        Was deinen Artikel betrifft, kann ich dir nur zustimmen. Ich kenne deine Gefühle und Gedanken nur zu genau, da ich selbst unzählige Interessen habe, und diese sich gefühlsmäßig ständig vervielfachen. Das ist natürlich jetzt etwas übertrieben, aber ich bin einfach leicht von einer Sache begeistert, dann kommt aber auch schnell wieder die Ernüchterung. Schnell ist bei mir das nächste gefunden, usw. Ich kann andere Menschen gut motivieren, ihren Weg zu gehen. Ich habe viele Ideen, für welche ich aber dann Menschen brauche, die diese dann umsetzen, denn ich bin zwar praktisch begabt, ich lerne am besten am Tun, aber selbst meine Ideen umsetzen, dazu fehlt mir, wie auch dir, das Geld und der Antrieb, wenn es nicht gleich läuft. Ich mache zwar alles, was ich je getan habe, immer zu Ende, aber so ein Projekt zum Laufen zu bringen, dazu bin ich nicht die Richtige. ich brauche ein starkes Team, das stark im Umsetzen, zuverlässig und empathisch ist. Dann kann ich all meine Fähigkeiten und Talente gut einsetzen. Ich glaube, hier sind wir auf der gleichen Wellenlänge. Wovon ich wirklich überzeugt bin, ist mein spiritueller Weg, den ich seit letztem Jahr wieder intensiv gehe. Alles Andere wird sich zeigen. Meine Zeit ist jetzt jedenfalls gekommen, um endlich meinen ganzen Talenten, Schätzen und Gaben Ausdruck und Raum zu geben, um Menschen, die mich brauchen, zu helfen. 🙂

        Du bist eine sehr interessante, sympathische Frau. Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir uns auch mal persönlich per Mail austauschen (missparkerc@live.at), wenn du magst. 🙂

        Herzliche Frühlingsgrüße aus Wien,

        Caroline

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s