Allgemein

Die Hakuna Matata Routine

In der letzten Zeit hatte ich einen kleinen Durchhänger. Ich war niedergeschlagen und antriebslos, total erschöpft und unmotiviert. Ich neige in solchen Situationen zur Somatisierung, so dass es mir auch körperlich nicht besonders ging. Mittlerweile geht es zum Glück wieder bergauf, ich bin definitv besser drauf und meine Unternehmungslust kehrt langsam zurück. Hurra!

woke up early
Bildquelle: https://www.pinterest.com/pin/279575089342848067/

Wahrscheinlich kennen die meisten Menschen solche Phasen. Es kann einfach nur ein schlechter Tag sein, eine stressige Woche, im schlimmsten Fall sogar Wochen, die sich hinziehen wie Kaugummi, in denen man sich nicht gut fühlt, miese Laune hat oder bedrückt ist. Manchmal hat es einen bestimmten Grund, manchmal ist es eher ein allgemeines Unwohlsein, eine Fröhlichkeitsdurststrecke wenn man so will. Um der anhaltenden Miesepetrigkeit Einhalt zu gebieten, habe ich inzwischen ein paar Strategien für mich gefunden, die ganz gut funktionieren und die ich heute mit dir teilen möchte. Es ist kein Patentrezept, aber für mich funktionieren diese Methoden meistens gut, um meine Akkus wieder aufzuladen.

Annehmen

Im Leben gibt es Momente, die großartig sind und es gibt Momente, die nicht ganz so klasse sind. Die gehören auch dazu, wir alle erleben sie und ohne die doofen Momente könnten wir die Guten ja gar nicht so schätzen (sagen zumindest alle). Es ist also gar nichts Besonderes, sich mal traurig, wütend, enttäuscht, verletzt oder einsam zu fühlen. Oder alles zusammen. Viele Mädchen und Frauen erleben das sogar einmal pro Monat. Am Einfachsten ist es also, den Zustand anzunehmen und sich nicht auch noch darüber zu ärgern, denn dadurch wird die Laune ja auch nicht gerade besser. Gefühle wollen gefühlt werden und das dürfen und sollen sie auch. Also alles raus, was keine Miete zahlt! Heulen, fluchen, Zähneknirschen, motzen. Whatever works for you. Immer unter der Voraussetzung, dass niemand Anderes dauerhaften Schaden nimmt 😉

Verkrümeln

Wenn ich nicht gut drauf bin oder mir mal alles irgendwie zu viel wird, dann ist meine erste Anlaufstelle normalerweise das Bett. Ich muss mich dann ein bisschen einigeln und möchte erstmal keinen Kontakt zur Außenwelt. Schlafen ist häufig die beste Medizin nach einem miesen Tag. Glücklicherweise gehöre ich in der Regel nicht zu den Menschen, die Schlafprobleme haben und kann deshalb meistens recht schnell und einfach ins Land der Träume entschwinden, wenn mir die Welt da draußen zu blöd wird.

Vertrautes

Wenn der Zustand der Unpässlichkeit länger anhält, als nur einen Abend, gibt es ein paar alte Bekannte, die mich immer auf andere Gedanken bringen. Meine Top Drei sind Harry Potter, Friends und Romantische Komödien (sehr zu empfehlen: Brautalarm, Selbst ist die Braut und alles mit Katherine Heigl). Ein kleiner Ausflug in eine schöne Geschichte mit vertrauten Charakteren kann sehr beruhigend sein und über die Witze in Friends kann ich immer noch herzhaft lachen. Vielleicht hast du auch so eine Art Paralleluniversum? War Arielle immer dein Lieblingsfilm als Kind? Hast du ein Buch schon hundertmal gelesen und bist immer noch verzaubert davon? Oder hast du vielleicht eine Lieblingsserie, auf die du zurück greifen kannst? Für mich ist so etwas Abstand von meiner eigenen Realität mitunter sehr heilsam und hebt auf jeden Fall die Laune.

Raus!

Irgendwann hat es sich dann auch mal ausgekuschelt im warmen Bettchen und Sonnenlicht ist ja auch gut für die Stimmung. Es soll ja zudem Leute geben, die mit „Rumgammeln“ nicht so viel anfangen können. Also ab vor die Tür, je nach Wetter einen Spaziergang machen, in den Park oder ins Schwimmbad, in ein Café oder ein Museum. Wohin ist eigentlich egal, Hauptsache raus aus den eigenen vier Wänden und sich ein bisschen Abwechlsung verschaffen. Gibt es eventuell etwas, das du eh schon lange mal machen wolltest? Warum nicht jetzt?

Ja sagen

An manchen Tagen muss man sich zu seinem Glück zwingen. Die besten Abende sind doch häufig die, auf die man im Vorhinein mal so gar keine Lust hatte. Aber es gibt eben solche Augenblicke, da muss man sich zu seinem Glück zwingen und einfach ja sagen, auch wenn man eigentlich keine Lust hat. Und doch noch mit ins Kino (bester Film seit Ewigkeiten!) oder auf die WG Party (lange nicht mehr so viel gelacht!). Übrigens, falls es doch nicht nett wird: einfach gehen.

Vorfreude

Es passiert mir mitunter, dass ich so auf meinen Alltag fokussiert bin und in meinem Hamsterrda fest stecke, dass ich denke,es wird für immer so weiter gehen und ich bin der Eintönigkeit schutzlos ausgeliefert. Natürlich ist das Quatsch. Ich versuche dann, mich auf die schönen Dinge zu konzentrieren, das Positive zu sehen und vor allem, meine Vorfreude auf das, was kommen wird, zu nähren. Ich denke an die Ereignisse, die in meinem Kalender stehen (Urlaub, Hochzeitseinladung, Treffen mit Freunden, Verabredung zum Sport) und freue mich sozusagen aktiv darauf. Ich male mir aus, wie alles sein wird, stelle mir vor, wie ich am Strand entlang spaziere oder schreibe schonmal eine Packliste, damit auch alles im Koffer landet, was rein soll. Und das gebt die Laune enorm.

Die lieben Lieben

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und wozu hat man Freunde und Familie, wenn nicht, damit sie einem bei Sorgen und Nöten beistehen und man sie mit Unpässlichkeit und Schwermut zuquasseln kann. Eine Dose Mitleid von der besten Freundin, ein Anlehnen an die Schulter des Vaters, ein Anruf bei Mutti. Vielleicht ist einfach mal ein bisschen Zuspruch notwendig.

Aber trotz aller Stimmungsschwankungen und Übellaunigkeit – ist die Aussicht noch so trübe, immer hoch die gelbe Rübe!

Was sind deine Strategien gegen den Unmut? Ich freue mich über deine Tipps und Kommentare 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s