Alltag

Von Zumutung zu Ziel erreicht. Planen und Organisieren ohne Stress

Es gibt immer was zu tun. Nicht nur bei Hornbach, auch im echten Leben. Da ist eine Wohnung, die geputzt werden will, Schränke, die ausgemistet werden wollen, Papierkram, der abgearbeitet werden muss. Und diesen Sonntag, da machst du das endlich mal alles!

Viel zu tunSonntag Morgen, du hast schlecht geschlafen, das Wetter ist trüb, kalt und grau, du willst gar nicht raus aus deinem Bett, weil die Wohnung zu kalt ist und überhaupt ist heute ein Schlafanzugtag. Also schnell Frühstück machen und dann mit einer schönen Tasse Tee wieder ab ins Bett. Wie ungemein gemütlich.

Sonntag Abend. Langsam regt sich das schlechte Gewissen. Gleich geht der Tatort los und du hast noch nichts geschafft. Du bekommst schlechte Laune und fühlst dich mies, weil du mal wieder nichts geschafft hast und all deine To Dos mit in die nächste Woche schleppen musst.

Aber mal ehrlich, war es realistisch die liegengebliebene Arbeit von mehreren Wochen an einem einzigen Sonntag abarbeiten zu wollen? Und sind Sonntage nicht auch dazu da, vor dem Beginn der neuen Woche nochmal durch zu atmen und sich zu entspannen?

Nicht selten nehmen wir uns einfach zu viel auf einmal vor. Und sind dann frustriert, wenn wir es nicht schaffen. Wir ärgern uns, weil wir nicht einmal die Hälfte von dem geschafft haben, was wir alles erledigen wollten, und fragen uns, wie die Zeit so schnell vergehen konnte. Und dabei nehmen wir uns überhaupt keine Zeit um anzuerkennen, was wir alles geschafft haben.

Wenn viel zu tun ist muss eine Strategie her. Hier stelle ich meine Hitliste der Organisation vor.

Aufschreiben. Wenn man viel vor hat, dann kann man leicht den Überblick verlieren. Ich finde es deshalb hilfreich aufzuschreiben was zu tun ist und dabei auch zu vermerken, wenn man noch an etwas denken oder etwas besorgen muss. Zum Beispiel Putzmittel kaufen, bevor man den Boden wischt.

Teilaufgaben. Überleg dir, welche Unterpunkte deine Aufgabe hat. Beim Beispiel Wohnung putzen könnte man zum Beispiel in Saugen, Staubwischen und Boden wischen unterteilen. Oder auch nach einzelnen Räumen, die zu putzen sind. Und wenn Putzen nicht gerade deine Lieblingsaufgabe ist, kannst du nach jedem einzelnen Schritt eine Pause machen oder etwas anderes erledigen. Zum Beispiel ein Retourenpaket zur Post bringen, nachdem du den Boden gewischt hast (muss eh trocknen). Oder wenn du dich auf eine Prüfung vorbereitest könnte Schritt 1 sein, die Unterlagen zu sichten. Schritt 2: Notizen thematisch ordnen. Schritt 3: Eine Zusammenfassung schreiben. Schritt 4: Einprägen. Und während der Schritte 1-3 beschäftigst du dich auch schon mit dem Thema und kannst dich langsam darauf einstellen.

Prioritäten. Eine Prüfung nächste Woche ist wahrscheinlich dringender vorzubereiten, als eine andere in drei Wochen. Das Malheur des Hündchens auf dem Teppich zu beseitigen hat Vorrang vorm Staubwischen. Das Wichtigste zuerst. Und wenn dir Aufräumen heute erstmal wichtiger ist, als Lernen oder Kochen wichtiger als Putzen, ist das auch in Ordnung. Setze deine Prioritäten sinnvoll, aber lass auch Raum für spontane Bedürfnisse und für Unvorhergesehenes. Wenn heute zufällig eine alte Freundin in der Stadt ist, kann die Steuererklärung auch getrost noch einen Tag warten.

Zeitplan. Die zentrale Frage lautet hier: Was bis wann? Ausgehend von deinen Prioritäten kannst du dir überlegen, was du zuerst machst und bis wann etwas fertig sein soll. Manche Aufgaben haben vielleicht ohnehin eine Frist, die eingehalten werden muss (Bewerbungsschluss, Abgabefrist etc.). Bei anderen kannst du dir selbst einen Termin setzen. Wichtig ist dabei, die goldene Mitte zwischen „Oh Gott, dafür ist ja kaum mehr Zeit“ und „Ach, noch ewig hin“ zu finden.

Realismus. Wenn du deine so strukturierten Aufgaben nochmals durch gehst achte darauf, dass deine Planung realistisch ist. Mute dir nicht zu viel zu und schaff am Besten einen Ausgleich. Du solltest nicht das Gefühl haben, vor einem riesigen unüberwindbaren Berg aus Verpflichtungen zu stehen. Sondern vielmehr am Beginn eines Weges, an dem in regelmäßigen Abständen deine Aufgaben liegen, hin und wieder gekreuzt durch kleine und größere Pausenwege. Wenn es dir zu viel erscheint und du dich schon erschlagen fühlst, bevor du anfängst, dann geh noch einmal zurück zu den Teilaufgaben und überprüfe anschließend deine Prioritäten.

Schulterklopfen. Am Ende einer Aufgabe (oder Teilaufgabe) darfst du dich beglückwünschen, etwas geschafft zu haben. Manche Leute (ich zum Beispiel) finden es sehr befriedigend, ihre To do Listen abzuhaken. Man sieht dann ganz leicht seine Fortschritte und das ist ein schönes Gefühl, finde ich. Aber auch, wenn du nichts abhaken möchtest, gönn dir zumindest einen kleinen Moment der Zufriedenheit mit dem Erreichten.

Nimm dir nicht zu viel vor. Sei stolz auf das, was du geschafft hast, egal, wie „wenig“ es dir erscheinen mag. Und wenn du bemerkst, dass dir das, was du dir vorgenommen hast, zu viel geworden ist, dann ärgere dich nicht.

Sei nett zu dir 🙂

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2 Kommentare zu „Von Zumutung zu Ziel erreicht. Planen und Organisieren ohne Stress

  1. Liebe Anna, wie recht du hast. Ein super Beitrag über das Organisieren und Planen! 🙂 Deine Tipps sind sehr interessant für mich. Bei mir kommt es schon mal vor, dass ich vor lauter Schussligkeit etwas vergesse, allerdings nicht bei wirklich wichtigen Dingen. Das steht dann alles in meinem Kalender. 🙂

    Herzliche Grüße und noch einen wunderschön organisierten Tag,

    Caroline

    Gefällt 1 Person

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