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Womit haderst du? Vom Umgang mit Hindernissen

Ich nehme im Moment an einer Gruppe teil, die sich an dem Buch Aufwachen im 21. Jahrhundert von Christian Meyer orientiert. In diesem Buch werden sieben Schritte zum Aufwachen beschrieben, also zu einem bewussteren Leben (um es ganz kurz zu fassen).

Der zweite Schritt, mit dem wir uns in der Gruppe kürzlich beschäftigt haben, besteht in der Frage „Womit haderst du noch?“ Was steht dir im Weg, was möchtest du nicht mehr erleben oder fühlen? Welche Hindernisse gibt es? Was hindert dich daran, deine Träume zu leben?

Das sind alles sehr interessante Fragen, wie ich finde. Natürlich wissen die meisten von uns um ihre Schwächen und sind sich darüber im Klaren, woran sie noch arbeiten könnten. Das dann auch zu tun, ist natürlich eine andere Sache. In der Frage „Womit haderst du noch“ stecken aber noch zwei weitere Aspekte. In dem „noch“ steckt die Zuversicht, dass dieser Zustand nicht für immer ist, dass das, was mir heute noch im Wege steht, morgen schon überwunden sein kann. Und das Wort hadern hat für mich trotz allem den Beiklang der Möglichkeit, des Machbaren. Mit etwas zu hadern, das bedeutet auch, dass man es überwinden kann. Nach dem Hadern kann ein anderer Zustand folgen. Ich kann mich mit meinem Hindernis auseinander setzen und ich habe die Möglichkeit, es zu überwinden. Hadern ist nicht, wie an einem Abgrund stehen und nicht weiter können. Es ist eher so, als stünde man an einer Kreuzung. Der Weg, den man eigentlich nehmen will, ist mit allem möglichen Gestrüpp überwuchert und wir zaudern, ob es sicht lohnt, ihn frei zu räumen, um ihn beschreiten zu können.

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Für mich ist das Thema Außenwirkung noch ein enormer Stolperstein. Häufig mache ich mir Gedanken, wie ich auf andere Menschen wirke, was sie von mir, aber auch von meinen Entscheidungen halten. Ich will mich nicht rechtfertigen, habe aber doch Angst in eine Situation zu kommen, in der ich es tun muss. Ich möchte meine Träume verfolgen, aber ich habe Angst meine Familie zu enttäuschen und Angst davor, dass mein Umfeld mit Unverständnis reagiert.

Es ist wohl eine Frage der Prioritäten. Was ist mir wichtiger, mein eigener Traum, oder das zu tun, womit ich am wenigsten anecke? Die Antwort liegt für mich auf der Hand. Ich möchte meinem Weg folgen, ich will auch mal ein Risiko eingehen und Fehler machen und aus denen lernen. Ich will wachsen und mich entwickeln und für mich einstehen. Und vor allem möchte ich nicht mit dem Gefühl auf mein Leben blicken, mir nicht treu gewesen zu sein und nicht wenigstens versucht zu haben, das zu tun, wonach ich mich sehne.

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Ein Kommentar zu „Womit haderst du? Vom Umgang mit Hindernissen

  1. Das wäre schön – so zu schaffen….Aber leider „hadern“ wir immer weil es so viel Zwänge gibt….ich drück die Daumen, dass Du es schaffst Deinen Weg zu folgen….das kann nur gut sein….LG

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