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Advent im Wunderland -Einkehr

Wenn ich an die Adventszeit denke, dann ist „besinnlich“ eines der ersten Schlagworte, die mir einfallen. Eine besinnliche Weihnachtszeit, davon ist häufig die Rede.

In dem Wort „Besinnlichkeit“ steckt ja das Wort „Sinn“. Aber was ist der Sinn? Worauf be-sinnen wir uns denn so in der Vorweihnachtszeit? Wir haben Termine, weil mit allen möglichen Leuten ein Glühwein gertunken oder eine Weihnachtsfeier organisiert werden muss. Wir rennen durch die Geschäfte und kaufen Geschenke für Menschen, denen wir das ganze Jahr über nicht so viel Zeit gewidmet haben, wie während dieser einen Einkaufstour. Wir pflegen Rituale, aber was bedeuten sie uns wirklich?

Besinnlich ist daran jedenfalls nicht viel. Die Vorweihnachtszeit ist von Weihnachtsmärkten, Plätzchen, Glühwein und kitschiger Deko auch so vollgestopft und überlagert, dass es schwer fällt sich überhaupt daran zu erinnern, worauf man sich denn so besinnen könnte. Im Übrigen bin ich eine der größten Anhängerinnen dieses Spektakels. Weihnachtsdeko kann mir gar nicht kitschig genug sein, die Plätzchen niemals zu süß und der Glühwein… nun ja. Ich mag das ganze Geblinke, die Düfte und die Lichter. Aber trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, habe ich die Vorweihnachtszeit eigentlich selten als besinnlich erlebt, eher als anstrengend.

Abseits des adventszeitlichen Trubels bietet die dunkelste Zeit des Jahres aber auch andere Möglichkeiten. Advent bedeutet Ankunft und in der christlichen Tradition ist die Adventszeit natürlich die Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft oder Geburt von Jesus.

Diese Ankunft kann aber auch etwas anderes bedeuten, nämlich die Ankunft bei uns selbst, eine Art Kräfte sammeln über die meist recht ruhigen Feiertage, um uns auf das vorzubereiten, was kommt. Und das ist die Zeit zwischen den Jahren, eine Zeit des Nachdenkens, des Reflektierens, wie das alte Jahr für uns gelaufen ist und was im neuen Jahr kommen soll. Was wir uns erhoffen und erträumen.

In der Adventszeit können wir ankommen und uns darauf einstellen, loszulassen. Das alte Jahr und damit alles, was es bedeutet hat, das Gute wie das Schlechte. Und wir können uns auch schon auf die Ankunft im neuen Jahr vorbereiten.

Ich möchte euch dazu einladen, die heute beginnende Adventszeit zu entschleunigen. Dieses Jahr einmal nicht von Kaufhaus zu Bratapfel zu rennen, sondern langsam zu machen. Innezuhalten und sich Zeit zu nehmen, um sich wirklich auf die Weihnachtszeit einzustellen, was auch immer sie dir bedeuten mag. Vielleicht ist das nicht viel, vielleicht liegt dir Weihnachten auch sehr am Herzen. Nimm dir die Adventszeit einfach nur für dich und gib dich nicht der Hektik hin.

Ich bin gespannt, wie uns das bekommt. Hier auf dem Blog wird es, zusätzlich zu den regulären Beiträgen, einen Blogadventskalender geben, der jeden Tag eine kleine Inspiration bieten möchte. Und bei Twitter (@asheepishwonder) und Instagram (bandolinka2011) könnt ihr meine persönliche Adventszeit verfolgen 🙂 Ich würde mich freuen, wenn wir uns dort sehen und austauschen würden.

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