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Blogadventskalender 18. Dezember – Rauhnächte

Rauhnächte

Kürzlich habe ich ein Buch über die Rauhnächte gelesen, weil ich dieses Thema sehr interessant fand. Die Rauhnächte sind die Zeit „zwischen den Jahren“, eine besonders dunkle, kalte und wie manche meinen auch magische Zeit.

Während die Menschen sich in früheren Zeiten am Mond orientierten und damit auch am Mondjahr, leben wir heute nach der Sonne und in Sonnenjahren, die allerdings einige Tage länger sind, als Mondjahre. Zwölf Tage länger, um genau zu sein, und daher gibt es auch zwölf Rauhnächte. Sie beginnen in der Nacht von Heiligabend, also um 0 Uhr am 25. Dezember (obgleich es auch andere Zählweisen gibt) und enden am 05. Januar um 24 Uhr.

Man sagt, dass in dieser Zeit die Tore zwischen unserer Welt und den Anderwelten offen sind. So zieht etwa der Gott Thor mit seiner Wilden Jagd in diesen Tagen übers Land und die Bauern haben früher geweihte Kerzen um ihre Höfe aufgestellt, damit die Wilde Jagd sie verschonen müsse. Eine Reihe von Bräuchen ranken sich um die Rauhnächte. So soll man etwa in diesen Tagen keine Wäsche draußen aufhängen, damit die Geister, die umherirren, sich nicht darin verfangen und später dem Träger der Kleidung Unglück bringen können.

Eine besonders schöne Idee aus dem Buch, das ich gelesen habe, ist ein kleines Wunschritual. Vor Beginn der Rauhnächte schreibt man 13 Wünsche auf je einen eigenen Zettel auf und faltet diese Zettel zusammen, so dass der Wunsch nicht mehr zu sehen ist. In jeder Rauhnacht wird nun ein Zettel gezogen und verbrannt, ohne sich den Wunsch anzusehen, der auf dem Papier gestanden hat. Man übergibt so die Wünsche den höheren Mächten in der Hoffnung, sie mögen einem Glück bringen. Am Ende bleibt ein letzter Wunsch übrig, Das ist dann derjenige Wunsch, um den wir uns selbst kümmern müssen.

Ich habe mir vorgenommen, dieses kleine Ritual durchzuführen und bin schon sehr gespannt, welcher Wunsch für mich übrig bleiben wird. Alte Geschichten und Bräuche wie die um die Rauhnächte haben auf mich einen besonderen Zauber und ich bin neugierig, ob ich dieses Jahr in der Zeit zwischen den Jahren etwas Besonderes oder Magisches entdecken werde.

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11 Kommentare zu „Blogadventskalender 18. Dezember – Rauhnächte

  1. Liebe Anna, interessant, was du da schreibst, besonders, weil das schon das zweite Mal ist, dass jemand dieses Ritual vorschlägt. Ich bin zwar dazwischen auf Mallorca, aber vielleicht kann ich das Ritual trotzdem durchführen. 🙂 Das mit dem Verbrennen wird zwar nicht ganz einfach, aber mal schauen. 🙂

    Herzliche Grüße und noch eine schöne Weihnachtszeit,

    Caroline

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      1. Bist du das nicht immer, liebe Anna? Neugierig, meine ich. Tina, eine meiner spirituellen Lehrerinnen, hat das gesagt. Heuer wären die Rauhnächte besonders magische Nächte, weshalb Orakeln und dergl. diesmal besonders gut funktionieren soll.

        Herzliche Grüße aus dem nebelig, trüben Wien,

        Caroline

        Gefällt 1 Person

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