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Tage ohne Arbeit – Tag 1

tage ohne arbeit

In einem meiner letzten Beiträge habe ich ja erwähnt, dass ich meinen Job gekündigt habe. Ohne schon einen neuen in petto zu haben, ohne Sicherheit und doppelten Boden. Mein letzter Arbeitstag im alten Job liegt nun hinter mir und ich möchte berichten, wie es mir so ergeht.

Am Freitag, 22. Januar, war mein letzter Tag beim alten Arbeitgeber. Vormittags hatte ich erstmal ein Vorstellungsgespräch für eine neue Stelle. Total verrückt, denn in den ganzen zwei Jahren, die ich dort gearbeitet und nebenher immer wieder mal Bewerbungen geschrieben habe, haben sich genau zwei Bewerbungsgespräche ergeben. Und nun schon zwei Gespräche in den ersten Januarwochen. Es scheint sich also zu bewahrheiten, dass es gut war, diese Tür zu schließen, damit sich andere Türen autun können.

Der letzte Arbeitstag war dann nochmal richtig hektisch, das war die zweite Überraschung. Ich hatte eigentlich eher damit gerechnet, die letzten Stunden mehr oder weniger gemütlich und tatenlos abzusitzen, aber weit gefehlt.

In den späten Nachmittagsstunden begann ich meine Runde durchs Büro. Es war schon ein komisches Gefühl sich von allen zu verabschieden. Mit manchen Kollegen hatte ich mehr zu tun, mit anderen weniger, aber immerhin war dies meine erste feste Stelle nach der Uni und ich habe dort fast zwei Jahre lang jeden Tag mindestens acht Stunden zugebracht. Ein paar Tränen gab es zwar, aber insgesamt war der Abschied nicht so schlimm wie befürchtet.

Montag war dann also der erste Tag, an dem ich nicht ins Büro gegangen bin und das Gefühl war doch seltsam. Ich habe sehr schlecht geschlafen in der Nacht auf Montag und mich den ganzen Tag irgendwie etwas neben mir gefühlt. Dauernd musste ich an meine Kollegen denken. Aber wahrscheinlich ist das normal. Ich denke auch, dass das schnell vorübergehen wird.

Nun heißt es also eine neue Routine finden. Was strukturiert den Tag, wenn nicht die Arbeit bzw. das Büro? Bleiben natürlich Dinge wie Mahlzeiten, feste Termine und der Wecker. Mein fester Vorsatz ist es, nicht später als 8 Uhr aufzustehen, besser eigentlich noch früher, damit ich nicht in einen Nachteulen-Rhythmus verfalle. Gerade jetzt im Winter, wenn es nicht so lange hell ist, will ich ja auch was vom Tag haben.

Der Plan ist es, meinen Tag auch ohne die Arbeit einigermaßen geregelt zu strukturieren, denn sonst ist die Gefahr groß, dass ich stundenlang meine Zeit im Internet vertrödele. Wie genau mein „Stundenplan“ aussehen soll habe ich mir noch nicht überlegt. Sicher ist, dass ich meine Tage nicht in der Wohnung fristen will. Aber ich habe schon so ein paar Ideen, was ich mit meiner freien Zeit anfangen möchte, neben der Jobsuche natürlich.

Vielleicht halte ich meine Erfahrungen in einem kleinenn Tagebuch der Arbeitspause fest, falls es euch interessiert 🙂 Und nur um das kurz klarzustellen: wenn ich das tue, dann natürlich nicht, um die Arbeitslosigkeit zu propagieren. Ich möchte arbeiten und ich werde auch bald wieder arbeiten, da bin ich zuversichtlich. Aber die Zwischenzeit möchte ich auch genießen und dabei tun sich vielleicht auch noch ein paar kostengünstige Freizeittipps auf.

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3 Kommentare zu „Tage ohne Arbeit – Tag 1

  1. Liebe Anna, du hast einen mutigen Schritt gemacht, der offenbar jetzt belohnt wird. Offenbar es der passende Zeitpunkt, deine Arbeitsstelle zu kündigen. Soweit ich dich von deinen Blogbeiträgen kenne, bin ich mir sicher, dass du deine Zeit, die du jetzt mehr hast, für dich sinnvoll nutzen wirst. Ich bin neugierig, was du so über deine arbeitsfreie Zeit schreiben wirst. Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren (beruflichen) Weg.

    Herzliche Grüße,
    Caroline

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