Allgemein · Leben · Lebensfreude

Die eigene „Bibel“ zusammenstellen

solange du atmestVor einiger Zeit habe ich dieses Zitat von Ralph Waldo Emerson, einem amerikanischen Philosophen des 19. Jahrhunderts, gelesen.

Make your own Bible. Select and collect all the words and sentences that in all your readings have been to you like the blast of a trumpet.

Es hat mich sehr angesprochen, denn ich finde die Idee super. Auf mich haben Worte eine große Wirkung, sie inspirieren mich, geben mir Kraft und Motivation, Orientierung und Freude. Ich mag Zitate deshalb sehr gerne und freue mich immer, wenn ich einen Spruch oder ein Zitat finde, das mich berührt, etwas in mir anspricht oder bei dem ich mich verstanden fühle. Wenn es mir aus der Seele spricht, eben.

Die Welt hat schon viele kluge und weise Menschen gesehen und von ihnen sind zahllose Sätze überliefert. Die Idee, all die Worte, die einem etwas bedeuten, zu sammeln und so nach und nach eine eigene Bibel zu erstellen, finde ich toll. Denn es gibt eben viele Menschen, die Wahrheit gefunden haben, das hat nicht nur etwas mit Religion oder Philosophie zu tun. Und schon gar nicht nur mit einer einzigen Art des Glaubens, so denke ich zumindest.

Was mich an Religion oft stört ist der Absolutheitsanspruch. Denn aus meiner Sicht sind Religionen letztendlich alle gleich, sie alle wollen den Menschen einerseits Regeln für das Zusammenleben geben, andererseits auch Hoffnung und Kraft, um das Leben zu meistern und eine gewisse Sinnhaftigkeit in das menschliche Dasein zu injizieren.

Religionen wie Menschen entwickeln sich und da wir alle die gleichen Bedürfnisse haben, sind auch die Ideen häufig gleich. Es spielt also im Grunde genommen keine Rolle, ob wir uns an den Worten von Jesus, Buddha oder Mohammed oder denen von Sartre oder Emerson orientieren. Oder an allen gleichermaßen, wieso eigentlich nicht?

Spiritualität, Inspiration, Hoffnung, wie auch immer man es benennen möchte, sie alle kennen keine Grenzen. Es ist also auch nicht nötig, sie in einen engen Rahmen zu pressen und andere Quellen der Weisheit auszuklammern.

Gemäß der oben zitierten Anregung von Ralph Waldo Emerson habe ich also begonnen, meine eigene „Heilige Schrift“ zu erstellen. Zunächst digital, nämlich bei Pinterest, weil es dort schon eine unendliche Sammlung schöner Worte und weisen Sprüche gibt, die man nur noch finden und pinnen muss. Meine Pinnwand findest du hier.

Noch schöner fände ich es allerdings, daraus ein richtiges Buch zu machen, am Besten ganz altmodisch mit Kleber und ausgeschnittenen oder aufgeschriebenen Zitaten und Sprüchen. Vielleicht ist das ein Projekt für lange Winterabende, vorerst bleibe ich bei der Pinterest-Bibel.

Was hälst du von der Idee? Gibt es Zitate, die dich schon lange begleiten und dir viel bedeuten?

Zum Abschluss noch eines meiner Lieblings-Zitate, es stammt von Oscar Wilde.

Am Ende wird alles gut werden. Wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.

 

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