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Verhütung – meine Erfahrung mit der Kupferspirale Flexi T

Nachdem ich nun über zehn Jahre lang die Pille genommen habe, hatte ich langsam keine Lust mehr auf künstliche Hormone in meinem Körper. Ich habe auch das Gefühl, dass der Einfluss der Pille auf meine Stimmung zunehmend negativ wurde, und bin gespannt, ob sich das im Nachhinein als richtig herausstellen wird.

Als ich diesen Wunsch meiner alten Frauenärztin gegenüber äußerte, riet sie mir, ich solle lieber nicht über einen Wechsel der Verhütungsmethode nachdenken, sondern lieber darüber, ob ich nicht bald in die Reproduktion einsteigen möchte. Da sie, mal abgesehen von ihrer persönlichen Meinung über meine Lebensplanung, auch nicht in der Lage war, mir eine Gynefix einzusetzen, musste ich mir also zuerst eine andere Ärztin suchen.

Ich hatte, nach einigen Recherchen, entschieden, dass ich mir eine Gynefix legen lassen möchte, eine Kupferkette, die in die Gebärmutter eingehakt wird. Diese soll vor allem für kleinere Gebärmütter geeignet sein, weil sie nicht viel Platz benötigt.

Über die Gynefix Website kann man sich einen gynefixfähigen Arzt in der Nähe suchen, was ich auch getan habe. Der vereinbarte Termin lag in weiter Ferne, aber irgendwann konnte ich dann doch die Ärztin kennenlernen und ein erstes Beratungsgespräch mit ihr führen. Das verlief auch sehr angenehm, sie beantwortete meine Fragen und ich bekam einen kurzfristigen Termin für das Legen der Gynefix.

Meine Ärztin sagte mir, ich könnte an dem Tag eine Valium Tablette bekommen, wenn ich möchte, aber die habe ich nicht gebraucht. Vier Stunden vor dem Termin sollte ich eine Tablette vaginal einführen, Arthotec Forte heißt die und ist eigentlich, wenn ich es recht verstanden habe, ein Magen-Medikament. Die Tablette sollte dazu dienen, den Muttermund weicher zu machen, denn der muss ja etwas geweitet werden, um in die Gebärmutter etwas einsetzen zu können.

Vor dem Einsetzen machte die Ärztin einen Ultraschall und maß die Gebärmutterwand aus. Leider ist die bei mir nicht dick genug, um eine Gynefix zu legen. Dafür sollte die Wand mindestens einen Zentimeter dick sein, was nicht der Fall war. Deshalb meinte die Ärztin, sie kann das nicht verantworten, weil es sonst sein kann, dass der Faden der Kupferkette sich durch die Wand bohrt und die ganze Sache dann im Bauchraum herumschwimmt. Nein danke.

Als Alternative hat sie mir die „kleine Kupferspirale“ empfohlen. Sie ist kleiner, als die herkömmlichen Modelle. Es gibt ja immer noch einige Ärzte, die sagen, eine Spirale sollten nur Frauen bekommen, die schon eine Geburt hinter sich haben. Meine Ärztin allerdings sagt, das ist eine veraltete Ansicht und die kleineren Spiralen sind auch für kinderlose Frauen eine gute Option.

Das Einsetzen, über das ich im Vorhinein die wildesten Geschichten gehört habe, war wirklich nicht schlimm. Ich hatte keine Betäubung, nur das Mittel zur Entspannung des Muttermundes. Natürlich war es keine SPA Behandlung und hat etwas gezwickt und auch kurz weh getan. Das war aber nur die Weitung des Muttermundes. Alles andere war gar nicht schlimm. Eine Valium hätte ich definitiv nicht gebraucht.

Hinterher hatte ich eine Zeitlang Bauchkrämpfe, die im Prinzip wie Regelschmerzen waren, nur etwas schlimmer. Da ich ja sehr lange die Pille genommen habe, hatte ich jahrelang keine pillenfreie Menstruation, also nur eine sehr leichte Blutung und so gut wie gar keine Schmerzen. Ich war in dem Bereich also nichts mehr gewöhnt. Trotzdem waren die Schmerzen ganz gut auszuhalten.

Ach ja, die Kosten sind vielleicht noch interessant. Die Gynefix hätte 310 Euro gekostet und 5 Jahre drin bleiben können. Die Spirale kann 3 Jahre bleiben und kostete 250 Euro.

Jetzt bin ich gespannt, wie meine erste Menstruation, die erste „echte“ seit Jahren, sein wird. Es klingt vielleicht doof, aber ich freue mich sogar drauf. Und dann bin ich auf die restlichen Veränderungen in meinem Körper gespannt, vor allem was die Stimmung angeht und das allgemeine Körpergefühl. In dieser Hinsicht habe ich jede Menge positives gehört und hoffe, dass es sich bestätigen wird.

Ich berichte gerne hier, wie es mir weiter ergeht. Welche Erfahrungen habt ihr mit Verhütungsmethoden denn so gemacht? Hormonelle oder andere? Ich bin neugierig auf eure Erfahrungen.

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