Allgemein

Nimm dir fünf Minuten Zeit und erzähle deinem Gegenüber deine Lebensgeschichte so detailliert wie möglich

Ok, ich stelle den Timer auf 5 Minuten und schaue mal, wie weit ich in der Zeit komme.insect-1553031_1280

Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf am Rande des Odenwalds. In meiner Familie stelle ich eine Art Zwischengeneration dar. Meine Eltern haben einmal in einem sehr jungen Alter ein Kind bekommen, meinen Bruder, und dann, fast 20 Jahre später, mich. Zusätzlich war meine Mutter in ihrer eigenen Familie das kleine Nesthäkchen und so sind alle meine Cousinen und Cousins ebenfalls über 20 Jahre älter, als ich. Eine Zeitlang, bevor meine Tanten und Onkels also selbst zu Großeltern wurden, war ich der Mittelpunkt der familiären Aufmerksamkeit.

Ich war immer ein liebes Kind, pflegeleicht, gehorsam, aber sehr fröhlich und phantasievoll, wenn auch schüchtern. Im Grunde bin ich das immer noch. Vermutlich wären ein paar Geschwister oder Cousins in meinem Alter für meinen Charakter sehr gut gewesen. Zwar hatte ich immer viele Freunde, aber das ist eben nicht dasselbe. Zu meinen Eltern hatte ich ein inniges Verhältnis, daran hat sich bis heute nichts geändert.

Als ich mit der Grundschule fertig war und aufs Gymnasium kam, hat sich meine kleine Welt ein wenig vergrößert, denn das Gymnasium war in der nächstgrößeren Stadt und das bedeutete ca. 40 Minuten Busfahrt. Auf der neuen Schule lernte ich auch neue Freunde kennen, Freunde, die aus anderen Verhältnissen kamen, die nicht vom Dorf waren, sondern aus der Kleinstadt (aus heutiger Sicht macht das keinen großen Unterschied, aber damals war er für mich enorm).

Auf der Schule lernte ich dann auch die erste große Liebe kennen, die ziemlich zeitgleich mit dem Abitur wieder zerbrach. Ich bin immer gerne zur Schule gegangen, ich habe mich immer gefreut, dort Zeit mit meinen Freunden zu verbringen und ich hatte nie so große Probleme in der Schule, dass es diese Freude hätte trüben können.

Nach der Schule habe ich studiert und ein Auslandssemester in Shanghai gemacht, das war eine verrückte Erfahrung. Vor allem für mich, die ich vom Dorf kam, aus einer so kleinen und behüteten und urgemütlichen und glücklichen Welt, war diese Stadt oft zu viel. Ich würde sagen, mit China verbindet mich eine Art Hass-Liebe. Es gibt dort so viel Wunderbares und ich habe tolle Erfahrungen gemacht, aber es gibt auch so vieles, womit ich nicht gut zurechtkam. Und doch wird dieser Ort und diese Zeit immer einen sehr besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Ich glaube, das waren jetzt schon deutlich mehr, als 5 Minuten, also ist an dieser Stelle erstmal Schluss. To be continued … 🙂

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