Mindfulness Tools

Mindfulness Tools: Bewegung

person riding green penny board
Photo by Chris Dunne on Pexels.com
*** Anzeige: Da ich hier einige Personen und Seiten nennen werde, kennzeichne ich vorsichtshalber mal mit Anzeige. Ich werde für die Nennung nicht bezahlt. ***

Wir alle haben einen Körper, der uns viele Dienste leistet, die wir einfach als selbstverständlich ansehen. Hören, Sehen, Riechen, Schmecken. Spüren. Gehen, Rennen, Springen. Kochen, Putzen, Bügeln.

Das, was wir als durchschnittliche Erwachsene am allermeisten mit unserem Körper anfangen ist Rumsitzen. Wir sitzen am Frühstückstisch, im Auto oder der Bahn, im Büro, auf dem Sofa.

Und während wir da so rumsitzen, auf unseren unbewegten Hintern, haben wir seeeehr viel Zeit zum Nachdenken. Zeit, uns alles mögliche auszumalen. Was passieren kann. Womit wir nicht zufrieden sind. Wer uns wieder geärgert hat.

Eine Möglichkeit, unsere Aufmerksamkeit von den fiesen Gedankenmonstern weg zu lenken ist Bewegung. Damit meine ich einerseits ganz klassisch die Bewegung draußen an der frischen Luft, aber auch die Bewegung weg von den immer gleichen Orten, an denen wir uns aufhalten.

Ich bin mal so frei und hole an dieser Stelle ein bisschen aus, was meine persönliche Beziehung zu körperlicher Ertüchtigung angeht. Als kleines Mädchen habe ich Ballett gemacht, wie alle kleinen Mädchen, weil ich das so schön fand. Ich glaube, ich war nicht so besonders begabt, aber ich mochte die Bewegung und das Tanzen. Einen wirklichen sportlichen Ehrgeiz habe ich nicht entwickelt und vor allem war ich sehr schüchtern gegenüber den anderen Mädchen in dem Kurs. Die kannte ich nur vom Ballett-Unterricht und fand sie alle viel selbstsicherer und cooler als mich selbst. Das hat mich verunsichert. Irgendwann wollte ich dann nicht mehr hingehen.

Darauf folgten viele Jahre ohne „organisierten“ Sport, abgesehen vom Schulsport. Den habe ich gehasst. Eigentlich gab es immer nur Ballsportarten, die mir zu schnell waren und keinen Spaß machten. Ganz selten gab es mal die eine oder andere Stunde, die mir gefallen hat, ich erinnere mich nicht daran, dass ich jemals von Sportlehrer*innen positiv ermutigt worden wäre und ein Erfolgserlebnis konnte ich ebensowenig vorweisen.

Nach der Schule folgten noch ein paar Jahre ohne Sport. Ich war zwar immer sehr schlank, aber in dieser Zeit war ich wirklich gar nicht fit. Erst nachdem ich von zuhause ausgezogen war, habe ich angefangen, ab und zu zum Unisport zu gehen und schließlich immer mehr für mich zuhause zu trainieren.

Seit guten fünf Jahren trainiere ich jetzt schon mehrmals die Woche mit Youtube Videos. Man kann dort wirklich aus jedem Bereich Fitness Videos finden, egal ob man sich mit HIIT so richtig auspowern oder den Körper mit einer ruhigen Yoga Stunde mal ordentlich durch dehnen möchte. Ich finde es praktisch, einfach ein Video einzuschalten und loszulegen.

Im Mindfulness Kontext ist man natürlich sehr schnell bei Yoga und auch ich kann das absolut empfehlen. Ich habe vor ca. fünf Jahren das erste Mal Yoga gemacht, damals in Köln in einem Studio. Das war eine Zeit, in der es mir nicht gut ging, und da man ja oft hört, dass Yoga gegen Stress helfen soll, wollte ich es auch mal ausprobieren. Man kann unter Umständen sogar einen Zuschuss von der Krankenkasse bekommen. Damals hat es mir geholfen, aber natürlich keine Wunder bewirkt. Ich habe aber gespürt, dass ich jedesmal nach dem Yoga ziemlich gut drauf war und positiver gestimmt, als davor. Allerdings war es ein absoluter Anfänger Kurs und ich fand es daher körperlich null herausfordernd, weshalb ich dann eine ganze Zeitlang gar kein Yoga mehr gemacht habe. Heute mache ich es aber wieder regelmäßiger und finde die Auswirkungen auf das Wohlbefinden einfach toll.

Grundsätzlich kann Bewegung einfach helfen, Stress abzubauen. Dabei ist in erster Linie wichtig, dass es Dir Spaß bringt, was Du machst. Wenn Du tierisch Lust auf Boxen hast, aber stattdessen Zumba tanzen gehst, weil das Deine Freundinnen machen, dann wird der Effekt, den Du spürst, vielleicht nicht so positiv sein, wie Du es Dir erhofft hast. Entscheide nur für Dich selbst, worauf Du Lust hast, ob Du einen regelmäßigen Termin in der Woche haben möchtest, oder lieber flexibel sein willst, ob Du dich auspowern oder entspannen möchtest. Ich bin in den letzten Jahren auch immer in einem Fitness-Studio angemeldet gewesen und fand es immer schön, an einen bestimmten Ort zu gehen und zu wissen, dass diese Zeit, die ich dort verbringe, nur mir gehört und ich mich um meine Fitness und Gesundheit kümmere. Das ist sehr positiv besetzt für mich und fühlt sich gut an. Finde das, was Dir gut tut und versuche es in Deine Routine zu integrieren.

Bewegung heißt auch, aus seinem Trott herauszukommen und sich ab und zu mal in eine neue Situation zu begeben. Zum Beispiel nicht alleine in der Bude sitzen zu bleiben, nur weil sonst niemand Zeit hat, sondern trotzdem draußen an der frischen Luft spazieren gehen und sich vielleicht hinterher mit einem Cappucchino in einem schönen Café zu belohnen. Spazierengehen finde ich eine der schönsten Beschäftigungen, denen man nachgehen kann. Vielleicht ist es deshalb so positiv besetzt für mich, weil ich schon in meiner Kindheit mit meinen Eltern sehr viel spaziert bin. Ich finde jedenfalls, dass so eine Tour an der frischen Luft (am Besten im Wald, aber in der Stadt ist das natürlich schwierig. Meer ist auch toll!) unheimlich gut tut. Gerade jetzt im Herbst macht es besonders viel Spaß, weil die Natur so schön aussieht und die Herbstsonne so ein besonderes Licht hat. Na gut, ich verfalle ins Schwärmen…

Bewegst Du Dich gerne? Drinnen oder draußen, beim Sport oder beim Spaziergang? Schreib es in die Kommentare!

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