Alltag · Leben

Alles neu macht der Herbst

Hallo Herbst

Es ist mal wieder eine ziemliche Weile her, dass ich mich hier zum letzten Mal gemeldet habe. Um genau zu sein liegt mein jüngster Beitrag nun genau ein Jahr zurück. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann ist die Hemmschwelle, hier wieder aufzutauchen und zu schreiben, ganz schön groß.

Aber…

Ja, es gibt ein Aber. Eigentlich sogar mehrere. Das größte Aber ist: ich vermisse es. Vermisse das Schreiben, das Planen, das Überlegen, was ich erzählen möchte und schließlich das Zusammenstellen meiner Beiträge. Mir hat das immer sehr viel Spaß gemacht und das ist auch noch immer so.

Das zweite Aber: es sind ja noch Menschen hier. Es kommen täglich Leser*innen vorbei an diesem kleinen versteckten Fleckchen des großen weiten Internets. Stolpern über diese bescheidene Seite und verweilen vielleicht für einen Moment. Warum eigentlich? Was zieht jemanden an, was bewegt ihn innezuhalten und weiterzulesen? Falls du dich gerade jetzt in der Stimmung fühlst, diese Frage zu beantworten, dann würde ich mich riesig und aufrichtig über deinen Kommentar freuen. Aber falls nicht, ist das auch ok.

Dem Herzen folgen

Dann gibt es noch ein drittes Aber. Man soll ja seinem Herzen folgen und mein Herz bringt mich immer wieder zurück zu diesem Ort. Zu mir auf einem Sofa, mit dem Laptop auf dem Schoß. Gedanken, Gefühle, Empfindungen und Erlebnisse in Worte fassend. Erzählend, berichtend, Fragen stellend, auf die ich selbst keine Antwort habe.

Also bin ich wieder hier und ich habe zumindest vor, eine Weile zu bleiben. Es fühlt sich gut an, wieder hier zu sein. Etwas holprig noch, unbeholfen, aber dennoch schön und richtig. Der Herbst ist für mich jedes Jahr aufs Neue die Zeit, in der ich mich besonders kreativ fühle. Es ist ja auch die Zeit des Erntens und vielleicht ernte ich nun die Früchte dessen, was ich das ganze Jahr über gesät habe.

Turbulente und aufregende zwei Jahre liegen hinter mir. Eine Zeitlang war dauernd irgendetwas neu und letztes Jahr war dann plötzlich alles neu. Die Stadt, der Job, die Wohnung, die Freunde, die Umgebung. Nun aber ist alles schon ein bisschen an seinen Platz gefallen. Nahezu unbemerkt, wie das eben immer so geht. Ich habe mich so eingerichtet in dem ganzen Neuen und dann – eines Tages – fühlte es sich nicht mehr neu an. Sondern alltäglich. Der Alltag hat ja ein sehr schlechtes Image, aber wenn du mich fragst, dann hat er auch seinen eigenen Zauber. Alltag bedeutet Routine und Routine bedeutet, dass ich mich hier gemütlich einrichten darf. Ich bin gekommen um zu bleiben. Nicht auf der Durchreise, sondern auf unbestimmte Zeit.

Ein Kommentar zu „Alles neu macht der Herbst

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