Allgemein · Leben

Und was ist jetzt?

Was nun?

Bevor ich mich entschieden habe meinem Blog noch einmal neues Leben einzuhauchen habe ich mir eine ganze Zeit lang Gedanken gemacht, ob es wohl eine gute Idee ist. Ich war mir eigentlich sogar ziemlich unsicher.

In meinem letzten Artikel habe ich erzählt, dass ich diesen Blog aus reinem Vergnügen schreibe. Dass es mir sehr viel Freude bereitet, Artikel zu entwerfen, zu planen, mir Themen zu überlegen und meine Gedanken dazu aufs (digitale) Papier zu bringen.

Ich mache das nämlich ohnehin. Wenn ich nicht blogge, dann schreibe ich Tagebuch oder ich tippe Notizen in mein Handy. Vor allem, wenn ich etwas zu verarbeiten habe oder meine Gedanken und Gefühle ordnen möchte. Schreiben ist mein kreatives Outlet, das war es schon immer, und wird es wohl auch bleiben und ich liebe es.

Warum dann nicht einfach Tagebuch?

Wozu es also vor den Augen der ganzen Welt tun? Darüber habe ich mir viele Gedanken gemacht. Ich hatte mit dem Gefühl zu kämpfen, dass ich nichts zu sagen hätte, dass es schon so so so viele Andere gibt und gab, die all das gewusst, gefühlt, gesagt haben, was mich bewegt.

Es stimmt ja auch. Es gibt so viele. Warum sollte es da nicht noch eine mehr geben? Ich musste an die Menschen denken, die mir gesagt haben, dass meine Texte sie berührt haben oder ihnen geholfen haben. Dass sie sich weniger allein gefühlt haben, weil sie sich plötzlich in meinen Worten wiedergefunden haben. Ich muss das nochmal sagen, nur für mich: in meinen Worten. Wie schön das ist und wie ich es gerade so schreibe macht es mich so glücklich.

Das hat mir schließlich den Anstoß gegeben. Ein Tagebuch ist nur für mich alleine gut. Mein Blog vielleicht noch für jemand anderen. Sharing is caring. Ich selbst kann ja gar nicht anders, als über meine Gefühle zu sprechen. Mir ist das ein riesiges Bedürfnis und wenn ich dann von meinem Gegenüber höre „ich kenne das“ oder „das geht mir auch so“ fühle ich mich oft sofort besser. Weniger allein eben, weniger sonderbar. Ich weiß, dass es ein Glück ist, dass ich mich Anderen öffnen kann und auch Freunde habe, die mir zuhören und sich dafür interessieren. Und ich weiß auch, dass es leider nicht jedem Menschen so geht und viele sich mit ihren Problemen oder Gefühlen sehr allein vorkommen.

Reden hilft

Das Internet ist kein einfacher Ort. Trotzdem bin ich überzeugt, dass es auch richtig viele Chancen bietet, sich mit Anderen auszutauschen, Gemeinschaft zu finden und füreinander da zu sein. Reden hilft. Sich nicht alleine fühlen hilft so sehr. Ich möchte über die weniger leichten Dinge sprechen, über die harten Zeiten und darüber, wie man sie durchstehen kann. Übers Durchhalten. Vor allem darüber. Über die innere Mitte, die manchmal so wunderbar einfach erreicht ist und dann plötzlich so unverhofft aus dem Gleichgewicht gerät, dass man schon in der Luft hängt, lange bevor man nach unten geschaut und sich gewundert hat, wo auf einmal der Boden hin ist. Weil ich glaube, dass wir alle viel mehr über das reden sollten, was uns wirklich bewegt, und viel weniger die Fantasie-Versionen unserer selbst sein sollten, die wir gerne wären und hinter denen wir versuchen uns zu verstecken um nicht zu sehr aufzufallen.
Das wird es also wieder geben hier. The real tea sozusagen. Ich freue mich gerade sehr darauf.

3 Kommentare zu „Und was ist jetzt?

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