Alltag

Acht Tipps gegen den Winterblues

Winterblues

Nach Weihnachten ist irgendwie alles ein bisschen dunkler, kälter und trauriger. Nicht umsonst zünden wir ja in der Vorweihnachtszeit Kerzen an und schmücken Bäume mit Lichtern. Nun aber ist Weihnachten wieder vorbei, die vielen Lichter sind zu einem großen Teil verloschen, aber der Winter und die Dunkelheit sind noch lange nicht vorüber. In Berlin ist gerade um 16:14 Uhr Sonnenuntergang (16:14 Uhr wtf!!) und das finde ich verdammt früh am Tag.

Wie kriegt man sie also rum, die dunklen Tage und am besten noch so, dass man hinterher auch was davon hatte? Hier ein paar Anregungen.

Vorfreude

Man sagt ja, Vorfreude sei die schönste Freude und ich finde da ist definitiv was dran. Januar und Februar sind meist auch Monate, in denen echt wenig los ist, es sei denn natürlich man ist Rheinländer und arbeitet stark auf Karneval hin. Aber selbst dann werden die Abende im Winter manchmal lang. Da also im Moment so wenig los ist lohnt sich definitiv ein Blick in den Kalender und auf die einschlägigen Plattformen um zu sehen, was später im Jahr, wenn wieder alle aus ihren Höhlen gekrochen sind, unternommen werden kann. Unbedingt die Feiertage checken und schauen, ob man Brückentage nehmen kann (zugegebenermaßen mache ich das meist schon im Sommer fürs nächste Jahr, um bloß keine geschenkten Tage zu verpassen). Es gibt so viele Feste, Konzerte, Festivals, Kulturtage etc., die man sich mal anschauen könnte. Also einfach ab aufs Sofa, Kalender raus und recherchieren welche tollen Events im neuen Jahr anstehen.

Licht und Luft

Gerade weil es derzeit so viel dunkel ist (an der Stelle nochmal: 16:14 Uhr!) sind die wenigen Stunden Tageslicht so wertvoll. Sonnenlicht ist ja nachweislich essentiell für die Vitamin D Produktion, stärkt das Immunsystem, steigert die Leistungsfähigkeit und ist einfach sehr gut für die Stimmung. Und frische Luft, auch wenn sie kalt ist, hat noch niemandem geschadet. Also ab nach draußen und ein paar Sonnenstrahlen erhaschen, oder wenigstens das, was manchmal im Januar so als „Tageslicht“ durchgehen muss. Am besten finde ich es, wenn man in der Mittagspause den inneren Schweinehund besiegen und schön warm eingepackt eine kurze Runde um den Block laufen kann. Mindestens am Wochenende sollte ein längerer Spaziergang aber drin sein. Und was gibt es schöneres als durchgefroren nach Hause zu kommen und mit einem warmen Kakao aufs Sofa zu fläzen.

Zeit für Langeweile

Im Sommer ist das Wetter immer viel zu schön, um all die langweiligen Dinge zu tun, die eben dazugehören. Die Steuererklärung zum Beispiel, um mal den Klassiker zu nennen. Oder aber auch das Abheften der Rechnungen, die sich seit Wochen bzw. Monaten in der Ablage stapeln, die Fotos vom letzten Urlaub aussortieren, vielleicht sogar drucken lassen und einkleben oder ein Fotobuch draus machen. Die alten Geschenkgutscheine sortieren – vielleicht ist ja sogar noch was drauf. Den Bücherstapel der „will ich auf jeden Fall noch lesen“ Bücher in einen realistischen Zustand bringen. Macht vielleicht nicht so großen Spaß, fühlt sich hinterher wenn es erledigt ist aber richtig gut an.

Home sweet home

Wenn das Budget es hergibt lohnt sich vor allem nach Weihnachten ein Bummel durch die Dekogeschäfte des Vertrautens, denn dann sind schon viele Artikel reduziert und in den Läden wird Platz für den Frühling geschaffen. Aber auch ganz ohne neue Einkäufe lässt sich neues Leben in die Bude bringen. Frisch gewaschene Vorhänge und Sofakissen können beispielsweise in ganz neuem Glanz erstrahlen, den Zimmerpflanzen ein bisschen Zuneigung spendieren kann auch die zu neuer Kraft führen und sind wir mal ehrlich: nach den Feiertagen könnte man die Wohnung ruhig mal wieder grundreinigen. Es ist zwar nicht gerade ein sexy Thema, aber wenn man sich mit seinem Zuhause ein bisschen Mühe gegeben hat dann fühlt es sich gleich viel heimeliger an und macht Lust, dort eine schöne Zeit zu verbringen.

Mal was Neues

Bestimmt hast du auch dieses eine Thema, das dich schon immer interessiert hat. Diese Frage, die du dir schon seit Ewigkeiten stellst, die Sprache die du schon immer lernen wolltest, das Instrument, das du früher gerne gespielt hättest oder sogar hast, die 100teilige Dokureihe, die du immer anschauen wolltest. Jetzt ist die Zeit. Für fast alles gibt es ja inzwischen Online Kurse oder Apps, so dass man auch für eine schmale Mark so richtig was lernen kann. Ich selbst bin auch ein großer Freund der Volkshochschule und habe da schon wirklich interessante Kurse gemacht, zum Beispiel zu Rhetorik und Stimmbildung. Fehlende Zeit ist im Winter jedenfalls keine Ausrede mehr.

Freunde

Wozu hat man Freunde wenn nicht, um mit ihnen zu überwintern? Den Winter verbringt niemand gern allein, und somit sind Einladungen zum Essen, gemeinsam Kochen, Quatschen oder was ihr sonst gerne macht im Moment wahrscheinlich gern gesehen. Für mich ist Winter immer die große Kinozeit, denn im Sommer mag ich das meist nicht so gerne (Open Air Kino, ich weiß…). Zu zweit, dritt, viert lässt es sich jedenfalls besser der Kälte und Dunkelheit trotzen, als allein.

Baby it’s cold outside

Viele schöne Sachen kann man einfach nur im Winter machen. Wer geht im Sommer schon Eislaufen oder Skifahren? Wie soll man im Juni einen Schneemann bauen oder im Wald die gefrorenen Blätter unter den Schuhen knistern hören? Richtig, das geht nicht, und genau das macht ja den Winter auch wieder besonders. Und zu all diesen schönen Dingen gibt es fast immer einen Glühwein (oder Kinderpunsch) dazu, den trinkt man schließlich auch nicht im Sommer.

Wenn gar nichts mehr geht

Wenn alles nichts hilft ist es vielleicht Zeit für einen Tapetenwechsel. Manchmal reicht schon ein Tag „Rausfahren“ aus der Stadt (oder wenn man vom Land kommt wohl eher „Reinfahren in die Stadt) um auf andere Gedanken zu kommen. Oder ein Nachmittag in einer Therme, Sauna oder einem anderen Wohlfühlpalast, die gibt es ja inzwischen an jeder Ecke. Oder ein Kurztrip ans Meer oder in die Berge, je nachdem, was näher ist. Wer den Winter so gar nicht ertragen kann, der kann ihm natürlich auch durch eine Reise entfliehen – eine tatsächliche oder, und damit wären wir wieder bei Punkt eins, eine geplante.

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