Allgemein

Was für ein Tag

Diese Tage

Es gibt ja diese Tage, da steht man auf und alles ist schwer. Arme und Beine scheinen eine Tonne zu wiegen, als hätte man keinen Muskel im Leib. Die Haltung ist und bleibt leicht gebeugt, zusammengesunken, verhuscht. Lächeln ist wie ein Klimmzug für die Wangen.

Hinzu kommt dieses komische Gefühl in der Magengrube. Leicht übel, aber auch irgendwie hungrig. Unruhig, fahrig. Die Füße wollen sich nicht so recht lenken lassen. Der Kopf schwirrt und die Konzentration flüchtig.

So einen Tag hatte ich diese Woche. Warum? Wahrscheinlich eine Mischung aus einigen Vorfällen und Zuständen. Aus Fragen, die ich mir stelle, aus Mustern, die ich mit Unruhe erkannt habe. Durchgewirbelt von einer fetten Portion Alltag, Enttäuschung über die Welt und medial geschürten Sorgen um die Gesundheit meiner Familie. Oder vielleicht war so ein Tag auch einfach mal wieder fällig. Die hat man – ich – eben von Zeit zu Zeit.

Und so kam es, dass ich an die schlechten Zeiten dachte, die bereits hinter mir liegen. Die Tränen, durchwachten Nächte, Gedankenspiralen. Dieses bekannte Gefühl in der Magengegend, das mich schon über Wochen und Monate nicht losgelassen hat. Damals und immer mal wieder zwischendurch. Die Panikattacken. Das Gefühl keine Luft zu bekommen. Die rasende und unbezwingbare Angst und das sich so winzig klein fühlen in ihrem Angesicht.

Das alles habe ich schon hinter mir. Überstanden, überlebt, vielleicht nicht über-, aber doch verwunden. Und auch, wenn das den Scheißtag nicht wirklich viel besser gemacht hat war es richtig schön, daran zu denken. Wie Mamas Lieblingssängerin Milva es so treffend ausgedrückt hat

Hurra! Wir leben noch

Was mussten wir nicht alles übersteh‘n

Und leben noch

Der blaue Fleck auf unserer Seele geht schon wieder weg

Manchmal kann man den düsteren Tagen nichts weiter entgegensetzen als das Wissen, dass man alle zurückliegenden schließlich auch geschafft hat. Und das ist ja eigentlich schon eine ganze Menge.

2 Kommentare zu „Was für ein Tag

  1. Ja das kenn ich auch… Mit ähnlichen Empfindungen
    😊
    Meist in der 2. Zyklus Hälfte. Mir hilft das Gefühl sein zu lassen, rausgehen und wie du schon sagst, das Wissen es vergeht wieder.
    Alles Liebe dir!

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