Alltag

Zeit für die kleinen Dinge

Zuhause.

Woche zwei in der Isolation und ich muss sagen: wow. Diese Woche war für mich ein reines Wechselbad der Gefühle. Während ich es zum Anfang der Woche noch richtig genossen habe, Zeit zuhause zu verbringen, in der Wohnung herumzuwerkeln und mich zu entspannen, wurde es am Donnerstag und Freitag richtig hart. Ich habe mich einsam und verunsichert gefühlt, meine Freunde und Familie vermisst. Mir Sorgen gemacht, wann ich wohl alle wiedersehen werde, ob sie gesund bleiben und so weiter.

Am Wochenende ging es mir zum Glück wieder etwas besser und ich bin zuversichtlich, dass es mir auch weiterhin gelingen wird, mich wieder aus den Tiefs hochzukämmen, die sicherlich noch kommen werden.

Trotz aller emotionaler Höhen und Tiefen weiß ich, dass es viele Menschen gibt, die von dieser Krise sehr viel schlimmer betroffen sind, als ich. Die genau in diesem Moment um die eigene Gesundheit oder die ihrer Liebsten fürchten. Die in vorderster Linie daran arbeiten, dem Virus die Stirn zu bieten. Oder die wirtschaftlich und finanziell stark von den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung betroffen sind.

Es fühlt sich komisch an sich in seinem kleinen Kosmos zu bewegen, der doch noch immer sehr warm und gemütlich ist, und gleichzeitig zu wissen, dass es außerhalb davon so viel Schrecken gibt. Andererseits gibt es den eigentlich immer, wenn man mal ehrlich ist. Nur kommt er uns hierzulande selten so nah und wirkt sich so direkt aus.

Ich versuche also, mich an den kleinen Dingen zu erfreuen und dankbar zu sein für das, was ich habe und für die Zeit, die mir nun durch die Kurzarbeit geschenkt ist. Weil ich glaube, dass es mich davon abhält durchzudrehen und weil es mir hilft, wenn ich mir immer wieder klarmache, dass es auch immer noch viel Schönes in der Welt gibt.

Tagebuch

Das 60 Second Memory Journal habe ich letztes Jahr von einer Freundin zum Geburtstag bekommen. Seither lag es neben meinem Bett, wurde aber selten tatsächlich gefüllt. Nun versuche ich, eine kleine Morgen- und Abendroutine damit zu etablieren. Es gibt für jeden Tag eine Frage für den Morgen und eine für den Abend und man soll in ein bis zwei Sätzen etwas zu dem Tag schreiben, was ich ein schönes Ritual finde.

Blumen

An den frischen Blumen in meiner Küche und den frisch erblühenden Pflänzchen auf meinem Balkon konnte ich mich diese Woche wirklich sehr freuen. Sie zeigen mir, dass die Natur zum Leben erwacht, egal, wie chaotisch es gerade in der Welt zugeht und das finde ich irgendwie richtig tröstlich.

Zuhause

Mein Wohnzimmer. Ich glaube, seit dem Einzug habe ich hier noch nicht so viel Zeit verbracht, wie jetzt gerade. Auch, wenn ich wirklich mal wieder Lust hätte im Park zu sitzen oder mit Freunden in einem Café oder Biergarten oder oder oder… Ich bin so froh und dankbar ein Zuhause zu haben, in dem ich mich wohlfühle und es mir gutgeht – ich weiß, dass nicht jede*r das von sich behaupten kann. Und endlich lohnt sich auch mal die Miete so richtig.

Technologie

Diese Woche hatte ich auch meine ersten Hangouts und Videoanrufe mit Freunden und habe festgestellt, dass es guttut, aus der Ferne so in Kontakt bleiben zu können. Sich zu sehen und miteinander zu sprechen, auch wenn man sich momentan physisch nicht nah sein kann, ist so wertvoll und immerhin ein kleiner Trost in dieser irren Zeit.

Wie geht es euch im Moment in der Isolation? Was macht euch gute Laune? Ich freue mich über eure Kommentare dazu. Passt auf euch auf!

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