Leben

April Wrap-up

So war der April

Der April verging für mich tatsächlich wie im Fluge. Das hatte ich nach dem endlos scheinenden März gar nicht erwartet, aber so war es. Die meiste Zeit habe ich mich gut gefühlt, fröhlich und zufrieden. Zwischendurch kamen immer wieder auch andere Gefühle in mir hoch. Traurigkeit, Sehnsucht nach meinen Freunden, Langeweile, Wut. Vor allem die Wut habe ich mit Neugier zur Kenntnis genommen, weil sie mir in meinem normalen Alltag üblicherweise sehr selten begegnet und schon gar nicht „einfach so“, also ohne Anlass.

Ich habe versucht meine diversen Gefühle anzunehmen und mir erlaubt sie zu fühlen. Sie nicht beiseite geschoben oder wegdiskutiert, sondern einfach hingenommen, wie es mir gerade geht. Das hat mir gut getan und es war auch eine schöne Erfahrung, weil das ich das sonst meistens nicht mache, wenn ich funktionieren muss. Dann lenke ich mich eben mit der Arbeit ab oder habe Termine oder Verabredungen und gar nicht so richtig Zeit, mich meinen Gefühlen hinzugeben. Von daher finde ich das mal eine schöne Abwechslung.

Von außen betrachtet ist im April nicht sehr viel passiert, ich habe wenig erlebt und meine Zeit hauptsächlich mit Schreiben, Radfahren, Spazierengehen und Telefonieren verbracht. Das sind alles keine Dinge, die sonst einen sehr großen Teil meiner Zeit einnehmen, aber es hat mir gut gefallen, meine Zeit so zu verbringen. Ich habe ein paar schöne Touren im Berliner Umland gemacht, wir haben richtig Glück, dass es hier in der Gegend so schöne Fleckchen gibt finde ich. Man ist eigentlich immer irgendwie innerhalb von einer Stunde an einem See, im Wald oder auf dem Feld und so in die Natur gehen zu können tut mir gut. Es ist auch toll zu sehen, wie der Frühling langsam erwacht, wie die Bienen sich an den Blumen auf meinem Balkon tummeln und wie die Bäume ausschlagen und blühen. Die Natur bleibt eben auch trotz aller Krisen nicht stehen und das beruhigt mich auf eine seltsame Weise.

Ein paar Dinge hatte ich mir ja vorgenommen für den April und ich habe nicht alles davon geschafft, vor allem im Bereich Administration, da habe ich noch ein bisschen was aufzuarbeiten. Da ich aber im Mai nun auch nicht sehr viel arbeiten werde, habe ich noch ausreichend Zeit und ich werde mich schon noch darum kümmern.

Eine Sache, die mir wirklich sehr gefallen hat war die 21 Day Meditation Challenge, die ich gemacht habe. Wahrscheinlich schreibe ich dazu noch einen etwas eingehenderen Text, ich finde nämlich die Aufgaben, die jeden Tag zusammen mit der kleinen Meditation gestellt werden, richtig gut und wertvoll. Mir hat es Spaß gebracht mich damit zu beschäftigen und ich glaube es war auch gut für meine Stimmung und meine Motivation, was auf jeden Fall von Vorteil ist.

Alles in allem würde ich sagen: der April 2020 war ein guter Monat. Ein Monat, den ich ganz anders verbracht habe als geplant, denn eigentlich wollte ich ja durch Kanada reisen. Ein Monat, den ich mir so niemals hätte vorstellen können. Es war der Monat, in dem ich zum ersten Mal in meinem Leben in Kurzarbeit geschickt wurde, in dem ich nicht mehr reisen durfte, wohin ich will, in dem ich plötzlich auf der Straße überall Menschen mit Masken im Gesicht gesehen habe. In dem ich meine Freunde und meine Familie nicht mehr treffen durfte. In dem plötzlich nichts mehr selbstverständlich war, was ich zuvor immer als gegeben hingenommen habe. Und obwohl all das auch schmerzhaft ist, war es ein guter Monat.

Im Moment entscheide ich mich jeden Tag, im Heute zu leben und nicht in der Zukunft. Weil ich sie mir nicht mehr ausmalen kann. Weil ich mir nicht mehr vorstellen kann, wie alles kommen wird, was uns allen abverlangt wird, was wir erleben werden. Womit wir umzugehen lernen müssen. Ich entscheide mich positiv zu bleiben und mit Zuversicht nach vorne zu blicken. Ich entscheide mich für eine neue Normalität, in der ich mich wohl und aufgehoben fühle, trotz aller Widrigkeiten.

2 Kommentare zu „April Wrap-up

  1. Hallo Anna,
    Ich fand auch, dass der April 2020 ein guter Monat war. Bei all den schlimmen Dinge, die Corona so mit sich bringt, hatte ich seit langer Zeit mal wieder Raum zum Atmen. Das hat mir unglaublich gut getan.
    Liebe Grüße
    Nicole

    Gefällt 1 Person

Hier kannst du deine Gedanken teilen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s